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Herzlich willkommen!

 

Das Kreuz, an dem Jesus von Nazareth starb, steht als Leidens- und Erlösungszeichen im Zentrum unseres christlichen Glaubens. Zugleich bleibt es das "skandalon", der Skandal der Unmenschlichkeit, der überwunden werden soll.

 

Die Österliche Bußzeit / Fastenzeit ist dieses Jahr geprägt von der Corona-Krise. Mit unseren Ängsten und Unsicherheiten, mit allen finanziellen und sozialen Folgen, die bereits jetzt spürbar werden, mit aller Hilflosigkeit und Isolation - mit dieser für uns alle neuen Lebenssituation erinnern wir uns in der Karwoche des Leidens und Sterbens Jesu von Nazareth. Und an Ostern wollen wir das Leben feiern! ... doch ohne gemeinsam Gottesdienste in unseren Kirchen, ohne Osterfeuer und Eiersuche, ohne das Einstimmen in den Jubel von Orgel und Halleluja ... Wir dürfen nicht zusammenkommen!

 

Der Borkumer Kreuzweg

Der Borkumer Kreuzweg möchte sichtbar und erfahrbar machen vom Geheimnis im Symbol des Kreuzes Jesu Christi. Das Geheimnis ist Jesu Hingabe aus Liebe zu den Menschen und im Vertrauen auf Gott. Der Kreuzweg möchte erkennen lassen, das dieses Geheimnis der Hingabe und des Vertrauens nichts Vergangenes ist. Nein: Es ist aktuell. Es ist lebendig. Und es ist not-wendig gerade in unserer aktuellen Welt-Zeit.

 

Den Kreuzweg meditieren

Vom Montag nach Palmsonntag bis hin zum Ostersonntag wird jeweils ein neues Kreuz von insgesamt sieben auf dem Kirchplatz der katholischen Kirche Maria Meeresstern errichtet. Ohne Publikum, ohne Feierlichkeit, ohne Ansteckungsgefahr. Die Kreuze laden dann die Tage über dazu ein, angeschaut zu werden. Ein kurzer Text hilft den Betrachtenden vielleicht, einen Zugang zu diesem stillen, großen Symbol zu finden. Jede Station lädt ein, sie mit Eigenem mitzugestalten.

 

Montag in der Karwoche: 1. Station "Dornenkrone"

In der Kirche blieb vom Kreuz der Umriss. Je mehr wir uns Ostern näherten und die Empfänger An-Teil nahmen, wandelte sich der Blick auf das Kreuz. Es wurde durchscheinend, offen für eine neue Deutung, die sich den Christen von der Auferweckung Jesu an Ostern her schenkt.

 

Nach der Karfreitagsliturgie wurde die Installation mit der Entfernung des Kreuzrahmens abgeschlossen.

 

Die meisten teilnehmenden Institutionen entschieden, ihr Kreuz-Quadrat noch länger hängen zu lassen. Es steht ihnen als Dauerleihgabe zur Verfügung. Jedem Ölbild ist eine Grafik beigefügt: das Kreuz mit dem Leerraum, den das Original gefüllt hat.

 

Katholische Kirche Maria Meeresstern Borkum

Realität geworden ist die Idee erstmals in der katholischen Kirche "Maria Meeresstern" auf der Nordseeinsel Borkum. Hauptschiff und Altarraum wurden 1892 im neugotischen Stil erbaut und 2013 durch den Künstler Tobias Kammerer neu ausgemalt. 1987 wurde das Kirchenschiff nach Westen verlängert. Bereits 1954 konnte durch den Neubau des Kirchsaals hinter dem Altarraum das Fassungsvermögen der Kirche um rund 100 Plätze erhöht werden. Diesen Kirchsaal verbindet seit 1998 eine Glastür der Künstlerin Margarethe Keith mit der Kirche. Die Glasfläche bildet den Hintergrund für die KREUZ  WEG - Installation.

An jedem Mittwoch der Fastenzeit wurde ein Quadrat aus dem Kreuz herausgenommen und an einen Ort auf Borkum gebracht, wo „Kreuzwege“ konkret werden:

 

  • Seniorenhuus „In‘t Skuul“: Das Pflegeheim unserer Insel liegt in der Gartenstraße. Die privat geführte Einrichtung der Altenhilfe bietet 50 Personen eine Heimat im Alter. Das möchte auch der Name des Hauses verdeutlichen. Das plattdeutsche "in't Skuul" bedeutet soviel wie "im Geschützten, im Geborgenen".
  • Inselkrankenhaus: Mit 8 ausgewiesenen Planbetten ist das zum Klinikum Leer gehörende Borkumer Inselkrankenhaus  das kleinste Krankenhaus Deutschlands. Der 2014 neu erbaute Komplex beherbergt neben dem Akutkrankenhaus auch eine internistische Fachpraxis, die Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes sowie ein Gesundheitszentrum mit weiteren ärztlichen und therapeutischen Angeboten.
  • Kurklinik Sancta Maria: Die Mutter-Kind-Fachklinik ist die älteste stationäre medizinische Einrichtung auf Borkum. Bereits 1901 als Kinderheim gegründet, nimmt "Sancta Maria", das seit seinen Anfängen von Ordensfrauen der Thuiner Franziskanerinnen geleitet und begleitet wird, seit 1979 29 Mütter mit ihren Kindern auf. Diese Kurklinik steht hier stellvertretend für die vielen Rehabilitationseinrichtungen auf unserer Insel.
  • Leinerstift e.V. Borkum: Die sozialpädagogische Familienhilfe bietet intensive Unterstützung und Begleitung von Familien an, insbesondere bei Erziehungsaufgaben und der Bewältigung von Alltagsproblemen.
  • Tierheim des Tierschutzvereins Borkum e.V.: Viele ehrenamtlich Engagierte setzen sich im Tierschutzverein Borkum für das Wohl und die Betreuung v.a. von Hunden und Katzen ein. Neben der Betreuung der Tierpension werden auch der allgemeine Natur- und Tierschutz thematisiert.
  • Reformierter Friedhof – Aufbahrungskapelle: Die 2015 fertig gestellte Aufbahrungskapelle ermöglicht es den Angehörigen, in würdiger Weise von ihren Verstorbenen Abschied zu nehmen. In den beiden Räumen hängen bereits Kunstwerke von Andreas Langkau.